Ein Glas Wein zum Essen, ein Feierabendbier mit Freunden – Alkohol gehört für viele Menschen zum Alltag. Doch regelmäßiges Trinken kann unterschiedliche schädliche Auswirkungen haben und ein Einstieg in die Abhängigkeit sein. Gefährdet ist auch, wer trinkt, um Stress, Ängste oder Einsamkeit zu vergessen.
Gut zu wissen: Alkohol schadet grundsätzlich Ihrer Gesundheit. Denn Alkohol ist ein Zellgift, das jedes Organ des Körpers angreifen kann.
Grundsätzlich gilt: Je weniger Alkohol Sie trinken, desto besser. Reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum – unabhängig davon, wie hoch Ihre Trinkmenge ist. Am besten für Ihre Gesundheit ist es, keinen Alkohol zu trinken. Und wer den Alkoholverzicht zu seinem Lifestyle macht, ist nicht alleine.
Aktuelle Ergebnisse aus Studien zum Alkoholkonsum belegen: Alkohol ist ungesund. Keinen Alkohol zu trinken, bringt Vorteile auf körperlicher und psychischer Ebene. Zum Beispiel: eine gesündere Leber, ein besseres Herz-Kreislauf-System, besseren Schlaf, verbesserten Blutdruck, weniger Infektionen, weniger Krebsrisiko, weniger Unfallrisiko, weniger Konflikte in sozialen Beziehungen.
Besonders für alle Jugendlichen und sogar für junge Erwachsene bis mindestens zum Alter von 21 Jahren gilt: Sie sollten möglichst wenig Alkohol trinken. Denn bei ihnen ist die Entwicklung des Gehirns noch nicht abgeschlossen. Jeder Alkoholkonsum wirkt sich bei ihnen negativ auf die noch laufende Entwicklung des Körpers aus. Junge Menschen stehen deswegen vor besonderen Herausforderungen in Bezug auf Alkohol. Es ist zum Beispiel nicht immer einfach, in Gruppen „Nein“ zu sagen. Aber Alkohol ist auch bei Jugendlichen kein Muss, um Spaß zu haben.
Mit unseren Tipps können Sie Ihren Alkoholkonsum beim Feiern und im Alltag im Limit halten und so das Risiko für zahlreiche Krankheiten verringern. Doch auch wenn Sie gelegentlich größere Mengen Alkohol trinken, besteht noch nicht direkt ein Alkoholproblem. Sie sollten dann in den nächsten Tagen weniger oder gar nichts trinken. Besonders wichtig ist es, einen Rausch zu vermeiden, denn dieser kann schlimme Folgen haben und zu bleibenden Schäden führen.
1. Trinken Sie nicht täglich Alkohol.
Täglicher Konsum führt zur Gewöhnung, aus der sich eine Abhängigkeit entwickeln kann. Verzichten Sie daher an mindestens zwei Tagen pro Woche ganz auf Alkohol.
2. Wenn Sie Alkohol trinken, dann möglichst wenig.
Je mehr Alkohol Sie zu sich nehmen, desto mehr belasten Sie Ihren Körper. Je weniger Alkohol Sie trinken, desto gesünder ist das für Sie.
3. Vermeiden Sie es, sich zu betrinken.
Bei einem Rausch steigt die Gefahr, Ihrer Gesundheit zu schaden, um ein Vielfaches.
4. Verzichten Sie ganz auf Alkohol:
Die Übergänge von einem missbräuchlichen Alkoholkonsum zu einer Abhängigkeit sind fließend.
Alkoholmissbrauch ist jeder Alkoholkonsum, der – unabhängig von der getrunkenen Menge – zu Schäden führt. Daher wird er auch als schädlicher Alkoholkonsum bezeichnet. Schäden können soziale, psychische und gesundheitliche Folgen sein, aber auch Alkoholunfälle im Straßenverkehr oder am Arbeitsplatz. Alkoholmissbrauch ist häufig der Grund für finanzielle Probleme oder für Schwierigkeiten in Partnerschaft und Familie. Oft ist Alkohol auch der Auslöser für Aggression und Gewalt gegen andere Menschen oder Sachen.
Alkoholabhängigkeit, auch Alkoholismus oder Alkoholsucht genannt, ist nicht eine Frage der konsumierten Alkoholmenge, sondern der Unfähigkeit, den Alkoholkonsum dauerhaft nach eigenem Willen zu kontrollieren. Alkoholabhängigkeit ist eine Krankheit, die sich oft über viele Jahre hinweg und zunächst unbemerkt entwickelt. Das Leben dreht sich zunehmend um die Droge Alkohol. Ein klarer Hinweis auf eine Sucht sind wiederholte, erfolglose Versuche, weniger oder nichts mehr zu trinken.
Der erste Schritt ist, sich den problematischen Alkoholkonsum einzugestehen. Wer sich frühzeitig entschließt, das Problem Alkohol ernst zu nehmen, hat gute Chancen, eine Abhängigkeit zu umgehen. Wollen Sie Ihr Trinkverhalten auf eigene Faust ändern, finden Sie Hilfestellungen auf der Seite “Weniger Alkohol trinken”.
Wenn Sie merken, dass Sie Ihren Alkoholkonsum ohne Unterstützung nicht reduzieren können, scheuen Sie sich nicht, professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen. Die Hilfsangebote richten sich nicht nur an Abhängige, sondern an alle Menschen, die weniger Alkohol trinken möchten, um ein gesünderes und glücklicheres Leben zu führen.
Nutzen Sie unseren Alkohol-Selbsttest, um Ihr Trinkverhalten zu überprüfen.