Karneval und Alkohol gehören unbedingt zusammen? Das muss nicht so sein. Es gibt sogar gute Gründe, Karneval ohne Alkohol zu feiern. Welche das sind und wie der Verzicht gelingt.
Kostüm, Singen, Umzüge und Alkohol – für viele sind das die zentralen Bestandteile einer gelungenen Karnevalszeit und Teil der Brauchtumspflege. Aber warum eigentlich? Karneval und Alkohol müssen nicht zwangsläufig zusammengehören. Das bunte Treiben macht auch ohne Spaß, eigentlich sogar noch mehr als mit Alkoholkonsum. Denn die Auswirkungen von Alkohol auf den Körper und die Gesundheit lassen sich leider nicht wegschunkeln. Bei 0,3 Promille ist bereits die Aufmerksamkeit und die Wahrnehmung des Umfelds verringert. Ab 1,5 Promille treten Stimmungsschwankungen, schwere Koordinations- sowie Orientierungsstörungen auf. Der Spaß am Feiern ist dann schnell vorbei!
Und im Februar kommen aufgrund der winterlichen Temperaturen noch weitere, unter Umständen gefährliche Auswirkungen hinzu. Ob beim Umzug, bei Veranstaltungen im Freien oder auf der Straße vor der Kneipe, an Karneval verbringt man häufig viele Stunden draußen. Dabei verträgt sich Alkohol nicht gut mit Kälte. Durch ihn erweitern sich nämlich die Blutgefäße. Die Folge: Mehr Blut dringt in die äußeren Körperregionen. Im ersten Moment kann dadurch ein wärmendes Gefühl entstehen. In Wirklichkeit gibt der Körper aber viel Wärme an die Luft ab und kühlt dadurch schneller aus. Das kann im Extremfall zu Unterkühlung, Erfrierungen, Bewusstlosigkeit oder sogar Herz-Kreislauf-Stillstand führen.
Es ist also ein Irrtum, dass Alkohol von innen wärmt. Das Gegenteil ist der Fall. Wir nehmen die Kälte nur weniger wahr, was eine doppelte Gefahr darstellt: Die gesundheitlichen Folgen, die mit dem Wärmeverlust einhergehen, werden oft erst sehr spät erkannt.
Es gibt also gute Gründe, Karneval ohne Alkohol zu feiern oder zumindest den Konsum im Limit zu halten. Dabei helfen folgende Tipps:
Wir wünschen allen Närrinnen und Narren viel Spaß im Karneval, Fasching oder bei der Fastnacht.